01.07.17

Erdbeereis mir Mascarpone - das harte Bloggerleben


Das Bloggerleben ist hart. Ich spreche aus Erfahrung! Es läuft immer gleich ab. Ich beginne, meistens viel zu spät, in der Küche zu werkeln, entnehme dem Kühlschrank irgendwas, habe schon begonnen zu putzen und zu schneiden, dann irgendwann fällt mir ein: Ach, das könnte ich verbloggen!!!

Gute Idee, nur wie veranstalte ich jetzt noch die Wiegerei, wie rekonstruiere ich jetzt noch den gesamten Arbeitsablauf??


Wie bekomme ich jetzt das Gewicht des Pfanneninhalts? Wiege ich alles zusammen, notiere mir das Gewicht (merken kannst du vergessen) und danach wiege ich die Pfanne alleine, muss den Rechner auch noch betätigen, damit ich die Differenz eruiere (könntest du jetzt noch rechnen?)? Oder kratze ich die Zutat aus der Pfanne?

Mein Mann ist geduldig und zum Glück nicht mit Heißhunger gestraft, denn sonst wären wir schon längst geschiedene Leute. Da brauchst du Geduld!

Wenn dann endlich alles notiert und gekocht ist, ist die halbe Mittagspause vorüber.

Da nicht ich die Fotos für den Blog schieße, sondern er, oder wenn anwesend der Junior, beginnt spätestens jetzt noch einmal eine heiße Phase: Such einen Teller raus, auf dem du die Speisen fotografieren möchtest! In welchem Licht soll das Foto entstehen? Mit Besteck oder ohne? Mit welchem Untergrund?

Bis alles erledigt ist, die Küche aufgeräumt und so, können wir auch schon wieder ins Geschäft sausen, zwar mit Essen im Magen und ein paar Fotos, aber ein wenig gestresst.

Bei Eis gibt es nochmals eine Herausforderung. Kommt es direkt aus der Eismaschine, ist es nicht so fest gefroren, dass es längere Fotoshootings heil übersteht.

Dann kommen solche Szenen vor: Er mit der Kamera dreht das Eis vor sich hin und her. Dann macht er ein Foto. Dann sucht er noch eine Frucht, für obendrauf, wegen dem Kontrast. Ich im Hintergrund schon auf Nadeln, sag aber nichts. Dann fällt ihm ein, das Set hat nicht den richtigen Farbton. Ich such schon leicht hektisch ein anderes Set. Mittlerweile hat er ca. 10 Fotos im Kasten.

Dann kommt noch der Junior, er soll es probieren. Denn technisch kennt er sich mit der Kamera besser aus. Ich krieg inzwischen hinten schon die Krise: Seht ihr nicht, dass das Eis SCHMILZT!

Bei warmen Temperaturen wie letzte Woche ist es wirklich nicht ratsam, solche Experimente durchzuführen.

Das Eis war lecker, wenigstens ein Trost!

Meine drei Küchenhelfer!

 ERDBEEREIS MIT MASCARPONE

Zutaten:

300 g Erdbeeren
2 Eigelbe
30 g Zucker, fein gemahlen
70 g Invertzucker
250 g Mascarpone
1 TL Zitronensaft
50 ml Milch
100 ml Sahne
1 Esslöffel Zucker
wenig Vanille-Extrakt

Der Schneebesen ist der richtige Drücker für "Rühren".
  1. Ich wasche und putze die Erdbeeren. Ich gebe Eigelbe, Zucker und Invertzucker in den Standmixer, schalte diesen auf "Rühren" bis eine cremige Masse entstanden ist.
  2. Es kommen Erdbeeren, Mascarpone, Zitronensaft und Milch dazu. Dann lasse ich den Standmixer nochmals solange auf "Rühren" laufen, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
  3. Ich schlage die Sahne mit dem Esslöffel Zucker und ein wenig Vanille nicht zu steif und rühre diese vorsichtig mit einem Schneebesen in die Erdbeermasse.
  4. Nun schütte ich den Erdbeerschaum in die laufende Eismaschine und warte bis Eis entstanden ist. 
Wenn man das Eis nicht sofort verzehren will, kann man es in eine Dose füllen und im Gefrierschrank nachfrieren lassen. In ein zwei Stunden hat es die optimale Konsistenz.
Falls es länger im Gefrierfach ist, muss es mindesten 1 Stunde vor dem Verzehr in den Kühlschrank wandern.
Wer keinen Invertzucker hat, verwendet 100 g Zucker. Als "Eismaschine" verwende ich den KitchenAid Eis-Behälter. Er funktioniert wirklich gut!

Kommentare:

  1. Liebe Familie Felder, vielen Dank, dass Sie immer wieder Ihre kostbare Mittagspause nutzen um diesen lesens- und nachkochenswerten Blog am Laufen zu halten!
    Grüsse aus der Schweiz von Theres

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    1. Liebe Theres, das freut uns sehr, dass es eine Schweizerin gibt, die unsere Arbeit zu schätzen weiß. Meistens hat man auch Spaß daran, sonst wären nicht schon über 350 Beiträge und 9 Jahre bloggen möglich gewesen. Liebe Grüße in die Schweiz Magdi und Norbert 😊

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